Renés Geschichte

WJ-Organspende - Initiiert vom KJU Iserlohn

Hallo, ich bin René! Ich brauche Eure Hilfe – und irgendwann auch leider eine Spenderleber.

Viele von Euch kennen mich von diversen Trainings, von nationalen und internationalen Konferenzen oder meine Posts vom #WJochenende.

Nach mehreren Jahren beruflichem und WJ-Vollgas schob ich die ständige Müdigkeit und kaum einsetzende Erholung auf Überanstrengung und ging – vollkommen unbesorgt – zu meiner Hausärztin. Bei dem folgenden Gesundheitscheck wurden Unregelmäßigkeiten der Leber entdeckt. Es folgte ein Marathon zu Ärzten und Spezialisten, zahlreiche Untersuchungen…und am Ende bestätigte sich der Verdacht: es ist eine Leberzirrhose im Endstadium unbekannter Ursache!

Der Schreck für Familie und Freunde war groß!

War ich doch bis vor kurzem, scheinbar, kerngesund! Das was lange Zeit fehlte, war die Ursache.

Alkohol, Drogen, Vergiftungen, Autoimmunerkrankungen, alles konnte nach und nach ausgeschlossen werden.

In der zweiten Jahreshälfte verschlechterte sich mein Gesundheitszustand sehr stark, ich kann seitdem nicht mehr arbeiten und verbrachte mehrmals sehr kraftraubende Wochen im Krankenhaus. Zweimal musste ich dem Teufel von der Schippe springen, aber mein Wille blieb stark. Ich wollte schon allein nicht akzeptieren, dass die Ursache nicht herauszufinden sei.

Durch Zufall bekam meine Krankheit dann doch noch einen Namen: ich leide unter dem sehr, sehr seltenen Budd-Chiari-Syndrom (Lebervenentrombose), einem fortschreitenden Verschluss der Blutgefäße in der Leber.

Da stand dann fest, daß ich irgendwann dran bin und dann nur noch ein Spenderorgan helfen kann. Seit Januar 2019 stehe ich nun auf der Transplantationsliste – und warte! Nun bin ich der häufig namenlose Patient, der in Wochen, Monaten oder vielleicht erst Jahren eine Organspende benötigt.

Ich weiß, dass Einige nicht darauf vertrauen können, dass bei der Auswahl eines Spenders oder der Zuweisung von Organen alles mit rechten Dingen zugeht. Ich habe das System bisher als sehr genau und in diesem Zusammenhang positiv bürokratisch erlebt, auch wegen der tollen Ärzte und betreuenden Fachabteilungen.

Bitte informiert Euch genau und entscheidet dann!

Der Zuspruch von Familien und Freunden, aus dem WJ Netzwerk, ist überwältigend und gibt mir unsagbar viel Kraft. Spontane, ernstgemeinte Angebote für Lebendspenden, finanzielle Unterstützung und stets ein offenes Ohr, seit nunmehr schon fast 1,5 Jahren, rühren mich sehr. In aller Demut bin ich sehr dankbar dafür, was mir von Euch zuteil wird.

Ich wünsche mir, dass sich mehr Leute – und besonders meine WJ-Freunde – dafür entscheiden, nach ihrem Tod das Leben eines Menschen zu retten. Egal wie gesund Du lebst, es kann jeden treffen!

Mehr Infos gibt’s unter www.organspende-info.de